Die gezielte Verwendung von Farben und Dekorationen aus verschiedenen Materialien verleiht Räumen Ambiente und schafft somit eine ideale Voraussetzung, damit sich Bewohner und Nutzer rund um wohl fühlen und entspannen können.
Das eigene zu Hause ist seit jeher etwas ganz besonderes und schützenswertes. Durch das Beherzigen einiger Tipps & Tricks können Sie zusätzlich Geld sparen, ohne auf Wohnkomfort verzichten zu müssen.
Auch Tricks bei der Inneneinrichtung kann Ihr Heim zu einem Ort des grenzenlosen Wohlfühlens verwandeln. Die Inneneinrichtung ist nämlich nicht nur eine Ausdrucksform des persönlichen Geschmacks, sondern hat vor allem, durch das Zusammenspiel verschiedener Elemente, auch großen Einfluss auf unser Gemüt und unser Wohlbefinden.
Licht, beispielsweise, rückt Möbel in Szene, schafft Behaglichkeit, lässt Räume aufleben und verleiht ihnen das Gefühl von Wärme. Pflanzen haben in vielerlei Hinsicht positiven Einfluss auf unser Wohlergehen. Sie versprühen ein frisches Ambiente und richtig inszeniert werden sie zum wahren Blickfang.
Die gezielte Verwendung von Farben und Dekorationen aus verschiedenen Materialien verleiht Räumen Ambiente und schafft somit eine ideale Voraussetzung, damit sich Bewohner und Nutzer rund um wohl fühlen und entspannen können.
• Farbe
• Licht
• Pflanzen
Farben waren schon in den Kultstätten vergangener Generationen ein zentraler Bestandteil der Gestaltung. Sie sorgten für die Stimmung, die die Priesterschaft vermitteln wollte. Heute bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen die Eigenschaften farblicher Ausgestaltung von Räumen und ihrer Bedeutung.
So wirkt zum Beispiel:

Helle Farbtöne wirken leicht und freundlich, vermitteln den Eindruck von Weite und lassen jeden Raum größer erscheinen. Empfehlenswert für kleine Räume und Menschen die an weiße Wände gewöhnt sind.
Dunkle Farben hingegen wirken düster, einengend, umschließend, begrenzend und können Geborgenheit vermitteln. Sie verkleinern Räume optisch. Für Räume die Behaglichkeit ausstrahlen sollen und für große und weite Räume. Je dunkler der Ton ist, desto kleiner, allerdings auch gemütlicher wirkt ein Raum.
Kalte Farben schaffen Distanz, sind passiv und vermitteln den Eindruck von Sachlichkeit und Funktionalität. Außerdem wirken sie entspannend, beruhigend, kühlend und erfrischend. Optimal für Räume mit viel Sonneneinstrahlung und in heißen Landstrichen. Die optische Ausweitung von Räumen wird somit begünstigt. Gut geeignet für Räume, die zum Entspannen und Relaxen dienen sollen (z.B. Schlafzimmer) oder für überarbeitete Menschen bei Konzentrationsstörungen.
Warme Farben schaffen Nähe und eine persönliche, gemütliche und anheimelnde Atmosphäre. Sie wirken anregend und aktivierend und bieten sich hervorragend für Räume in Richtung Norden und in kalten Landstrichen an. Raumtemperaturen werden um einige Grad höher geschätzt. Warme Farben wirken körperlich und seelisch aufmunternd und aktivierend und sind gut für Zimmer geeignet, in denen man eine sitzende Tätigkeit ausführt.

"Licht ist mehr als Helligkeit“. Licht schafft Atmosphäre, steuert unsere Wahrnehmung und beeinflusst das Wohlbefinden.
Sorgen Sie in Ihren vier Wänden für eine Grundbeleuchtung, die den Raum übersichtlich ausleuchtet. Dafür eignen sich all jene Leuchten, die ihr Licht ohne zu blenden in alle Richtungen abstrahlen. Wer sie in der Mitte des Raumes an der Decke montiert, nutzt die Helligkeit optimal aus. Ebenfalls sinnvoll ist die indirekte Beleuchtung der Decke oder der Wände. Das können verdeckt angebrachte Leuchtstoffröhren sein oder auch Strahler, die an die Decke gerichtet sind. Als grobe Faustregel gilt: Die Allgemeinbeleuchtung soll etwa ein Drittel der Wattzahl der Gesamtbeleuchtung des Raumes ausmachen.
Leuchten, die hoch strahlen, lassen die Decke höher erscheinen. Leuchten sie seitlich nach unten, gewinnt der Raum mehr Weite.
Pendelleuchten versperren oft den Blick und behindern das Gespräch. Stehleuchten sind für diesen Zweck oft besser geeignet, „mobiler“ und vielseitiger. Viele Modelle lassen sich als Deckenstrahler und als Leselampe nutzen. Wenn die Farbe der Decke sehr hell ist, kann indirekte Beleuchtung aber ungemütlich wirken.
Tischleuchten passen am besten für einen Beistelltisch. Wählen Sie eher einen transparenten Schirm (Gesamthöhe: etwa 60 bis 70 Zentimeter).
Gibt es nur ein Licht an der Decke, dann wird sich die arbeitende Person selbst Schatten auf die Arbeitsfläche werfen. Daher sind zusätzliche kleine Lichtquellen (Herd, Abwasch, Arbeitsfläche) sinnvoll. Sie leuchten die Schatten aus und blenden nicht.
Der Tisch ist der Mittelpunkt der Wohnung. „Hängt die Leuchten niedrig auf und voneinander entfernt“, empfiehlt Christopher Alexander, „so dass einzelne Lichtinseln entstehen, die Sessel und Tische wie Luftblasen umgeben.“
Eine Hängeleuchte soll immer den gesamten Tisch ausleuchten und etwa 60 bis 70 Zentimeter über der Tischfläche montiert sein (Blendung).
Richten Sie das Licht immer auf den Betrachter und nicht auf den Spiegel. Stabförmige Lichtquellen eignen sich besser als punktförmige, da ihr Licht weniger blendet. Leuchten über dem Spiegel verursachen Schatten unter den Augen, der Nase und dem Kinn. Rötliches Licht wirkt angenehm, bläuliches lässt Sie fahl aussehen.
Ein wichtiges Kapitel sind die Fußböden - schließlich die vierte Dimension beim Wohnen. Holz am Boden ist gefragter denn je. Egal ob Massiv- oder Fertigparkett, ob Dielen oder Langparkett - Holz ist heimelig und warm.
Die Frage ist vielmehr: versiegeln, imprägnieren oder ölen? Diese Entscheidung ist wieder für das Raumklima von Bedeutung. Eine Versiegelung überzieht den Holzboden mit einem undurchlässigen, haltbaren Film, kann dann aber nicht zur Verbesserung des Raumklimas beitragen. Geölte oder gewachste Böden werden durch Parkettöl, das in den Poren aushärtet, von innen heraus widerstandsfähig gemacht. So bleiben Farbe und Ausstrahlung des Holzes natürlich erhalten.
Ob Sie Tapeten oder einen Anstrich wählen, hier scheiden sich die Geister. Wenn Sie Tapeten wählen: Sie sind wieder en vogue. Über Farben und Muster kann man streiten, nicht aber darüber, dass sie gut haften, strapazierfähig und leicht zu reinigen sind. Was aber ebenso wichtig ist, auch wenn sie noch so gut aussehen: Schaumstoff-Struktur- oder Vinyltapeten verwenden Sie besser in Räumen, in denen man sich seltener aufhält. Sie sind überwiegend PVC-beschichtet. Selbstredend gibt es noch andere Tapetenvariationen. Rinde-, Glasfasertapeten, um nur einige zu nennen. Diese Möglichkeiten haben natürlich ihren Preis. Eine bewährte Altnative zu Tapeten mit chemischen Zusatzstoffen bieten Papiertapeten (Raufaser). Sie sind geleimt, das heißt, beim Herstellungsprozess sind Naturharze zugesetzt worden, um die Nassfestigkeit zu verbessern. Ein elegantes Ambiente erzielt man durch Stoffbespannungen wie Seide, Baumwolle oder Leinen, ein rustikales durch Jute oder Bast.
Sind Sie kein Freund von Tapeten, werden Sie sich mit der Farbwahl auseinander setzen müssen. Tatsächlich war in alten Zeiten der Kalkanstrich eines der gebräuchlichsten Mittel. Heutzutage ist er auch im Fachhandel, fertig zubereitet, erhältlich. Ein solcher Anstrich ist atmungsaktiv und biologisch abbaubar. Er ist gegen Feuchtigkeit unempfindlich, daher gut geeignet für Küche und Bad. Verschmutzungen lassen sich aber nicht abwaschen, sondern müssen überstrichen werden. Die heute am häufigsten eingesetzten Anstriche sind wegen ihrer guten Haltbarkeit die geschätzten Dispersionsfarben. Sie sind mit Wasser verdünnbar und deshalb fast lösungsmittelfrei. Natur-Dispersionsfarben basieren auf umweltverträglichen Naturharzen als Bindemittel, sie sind aber wesentlich teurer als Kunststoff-Dispersionsfarben.

Menschen haben das Bedürfnis nach lebendem Grün und möchten sich auch in den eigenen vier Wänden mit Pflanzen umgeben. Warum das so ist, können wir nur vermuten. Vielleicht steckt die Liebe zu Pflanzen in unseren Genen.
Die eigene Wohnung ist eine Oase in einer reizüberfluteten, schnelllebigen Zeit. Hier kann man sein persönliches Lebensgefühl entfalten, den Stil finden, der die eigene Persönlichkeit widerspiegelt. Harmonische, ausgeglichene Wohnwelten brauchen auch Elemente aus der Natur, damit wir uns wohlfühlen. Zum behaglichen Gefühl des „Zuhause-Seins“ gehören deshalb immer auch Pflanzen – für jeden Einrichtungsstil gibt es eine große Auswahl passender Arten.Pflanzen sind aber nicht nur kreativer optische Bestandteil, sondern verbessern auch das Raumklima und damit das allgemeine Wohlbefinden.
Besonders in der kalten Jahreszeit, während der Heizperiode, ist die Luft in den meisten Räumen viel zu trocken. Wie viel Feuchtigkeit eine Pflanze abgibt, ist von Art zu Art sehr unterschiedlich und nur wenige Pflanzenarten sind geeignet, während der Heizperiode die Luft wirklich effizient zu befeuchten. Zimmerlinde (Sparmannia) und Zypergras (Cyperus) gehören z.B. dazu. Zimmerpflanzen sind für die Luftbefeuchtung zwar kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Teil der Summe.
Eine weitere Klimafunktion, die Pflanzen übernehmen können, ist die der Staubbindung. Haarige Blattoberflächen ziehen den Staub aus der Raumluft an. Auch durch die Luftbefeuchtung wird Staub gebunden: ab ca. 40 Prozent Luftfeuchtigkeit sinkt er wassergesättigt zu Boden.
Wenn wir in der dunklen Jahreszeit oft tagelang nicht in den Genuss von Sonnenlicht kommen, können „Winterdepressionen“ die Folge sein. Der stetige Lichtmangel führt zu großem Schlafbedürfnis, allgemeiner Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen. Durch den Lichtmangel wird im menschlichen Körper die Produktion des Hormons Seratonin reduziert, das Hormon Melanin wird verstärkt ausgebildet.
Erst wenn die Sonneneinstrahlung im Frühjahr wieder zunimmt, steigt die Seratonin-Produktion und die Winterdepression vergeht. Eine Lichtbehandlung kann Linderung verschaffen und auch ein intensiv begrünter Innenraum trägt viel zur Stimmungsverbesserung bei. Grünpflanzen haben in jedem Fall einen hohen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen und tragen erheblich zu Stress- und Aggressionsabbau bei, sie sollte also auch am Arbeitsplatz nicht fehlen.
In begrenztem Maße können Pflanzen auch Schadstoffe in der Raumluft beseitigen. Allerdings darf man sich davon keine Wunderdinge erwarten. Um etwa hohe Formaldehyd-Werte in einem Raum bleibend zu senken, müsste man sich schon einen ganzen Urwald ins Zimmer holen. Bei hohen Belastungen ist es sicher sinnvoller, erst einmal die Materialien, die Schadstoffe abgeben, aus dem Raum zu entfernen.
Das Zimmerpflanzen mit der Summe all ihrer vielfältigen und positiven Eigenschaften das Wohnklima positiv beeinflussen, ist aber nachgewiesen und unbestritten – probieren Sie es aus!