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    Fotos: Petra Brock - Architekturfotografie

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Kunstmuseum, Ravensburg

Beteiligte Firmen

Weltweit erstes Kunstmuseum
als zertifiziertes Passivhaus

Objektbeschreibung:

Das weltweit erste zertifizierte Museum in Passivhaus-Bauweise steht in Ravensburg, Baden-Württemberg, Deutschland. Mit diesem zukunftsweisenden Gebäude werden neue Wege im Museumsbau beschritten. Bauherr und –Firma ist das Bauunternehmen Georg Reisch GmbH & Co. KG in Bad Saulgau. Das Gebäude besticht durch eine vorbildliche und innovative Bauweise, bei der Ressourcen und Energie eingespart und geschont werden. Die Verwendung von geothermischer Energie, der Abwärme von Beleuchtung und der jährlich 25.000 Besucher, ermöglichen es in Verbindung mit der hochwärmegedämmten Gebäudehülle, Passivhausniveau zu erreichen. Auch der ökologische Aspekt wurde bei der Wahl der Baustoffe berücksichtigt, so wurden für die Gebäudefassade recycelte Ziegel verwendet.

Die meisten neu gebauten Museen werden zwar gut gedämmt, doch bisher hat noch kein Museum die Werte für Passivhäuser erreicht. Diese Werte wollte man bei diesem Projekt versuchen zu erreichen, was planerische Leistungen und Mehrkosten erforderte. Solche Projekte zeigen, dass auch mittelständische Firmen mit entsprechenden Partnern, ein internationales  Vorzeigeobjekt mit Nachahmungscharakter hervorbringen können.

Typ: Städtisches Museum für moderne Kunst
Standort: 88212 Ravensburg, Burgstrasse 9

Bauherr/Bauherrin:

Stadt Ravensburg, Oberschwaben (PPP – Projekt)

Architektur und Fachplaner:

  • Planung der Architektur:Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir, Marc Oei
  • Entwurfs- und Eingabeplanung:
  • Holzbauplanung:
  • Bauleitung:
  • Polier- und Detailplanung:
  • Planung der Haustechnik:
  • Planung der Bauphysik:
  • Planung der Statik:
  • Passivhaus-Planung:Herz  & Lang GmbH
  • Passivhaus-Consulting:
  • Passivhaus-Zertifizierung:
  • Passivhaus-Qualitätssicherung:

Details zum Projekt:

  • Baujahr: 2013
  • Nutzfläche: 1 287,8 m² PHPP
  • Heizwärmebedarf: 15 kWh/(m²a) PHPPHeizlast nach PHPP:  13 W/m²
  • Energieausweis: ja (EnEV)
  • Heizsystem: Gas-Absorptions-Wärmepumpe mit Erdsonden
  • Wärmeverteilung: Wärmeverteilung über Betonkernaktivierung und Zuluftheizung
  • Komfortlüftung: Komfortlüftungsanlage mit Wärme- und Feuchterückgewinnung
  • (Vorwärmung & Abkühlung über Erdsonden)
  • Blower-Door Ergebnis: n50 = 0,3 h-1 , zertifizierte Messung durch Herz & lang GmbH
  • Spatenstich: 2010
  • Bauzeit: 2010 - 2012
  • Einzug: 2013
  • Fassade: Klinkerfassade (recycelter Ziegel eines belgischen Klosters)
  • Bauweise: Massivbetonbau mit WDVS

Besondere Auszeichnungen:

  • zertifiziert nach PHI Dr. Wolfgang Feist
  • Mies van der Rohe Award 2015 (Finalist),
  • Balthasar Neumann Preis 2014,
  • Passive House Architecture Award 2014,
  • Deutscher Architekturpreis 2013,
  • Deutscher Nachhaltigkeitspreis „Nachhaltiges Bauen“ 2013

OIB Richtlinie

Energieausweis: Einteilung A++ bis G
Die Einteilung in die einzelnen Klassen erfolgt, entsprechend
der OIB Richtlinie 6, nach dem Heizwärmebedarf (HWB) pro m² Brutto-Grundfläche
(ehemals Bruttogeschossfläche) beim Referenzklima (Ref). Die gesamte Haustechnik
bleibt bei der Einordnung in die Klassen A++ bis G unberücksichtigt.
 
Für die Klassengrenzen werden folgende Werte festgelegt:

  • Klasse A++: HWBBGF, Ref 10 kWh/m²a
  • Klasse A+: HWBBGF, Ref 15 kWh/m²a
  • Klasse A: HWBBGF, Ref 25 kWh/m²a
  • Klasse B: HWBBGF, Ref 50 kWh/m²a
  • Klasse C: HWBBGF, Ref 100 kWh/m²a

 
Erläuterung OIB Richtlinie:          
8.1.3 Stufen der Effizienzskala für die grafische Darstellung des
jährlichen Heizwärmebedarfs HWBBGF, Ref pro m² konditionierter
Brutto-Grundfläche und bezogen auf das Referenzklima gemäß
OIB-Leitfaden von Wohngebäuden und Nicht-Wohngebäuden.