Vier Generationen und drei Familien unter einem Dach


Objektbeschreibung:

Beim Haus Gredler handelt es sich um einen Zubau zu einem Bestandsgebäude aus den 60er Jahren.  Im Bestandsgebäude der Familie Gredler lebten bereits drei Generationen unter einem Dach: von der Uroma bis zu den Enkerln.  Der  neu errichtete Zubau hat eine Größe von 107 m² und schafft für eine weitere Familie Raum.

Das Grundstück und der Garten waren äußerst knapp bemessen um hier ein  Zuhause zu schaffen. Da, durch den Neubau ein Stück Garten entfallen ist,  wurde dieser kurzer Hand mittels Flachdach ein Stockwerk nach oben geschoben. So erhielt die Schwester des Bauherren mit ihrer Familie nun Freibereich und Garten am Dach des Neubaus.  Die Eltern des Bauherren und die Familie Gredler selbst nutzen den verbliebenen Garten an der Südseite des Hauses.  Auf zwei Geschossen wurde hier auch noch eine Loggia an den Altbau angefügt um die Freibereich zu erweitern.

Neben dem Passivhausstandard des Gebäudes ist das eigentlich nachhaltige an diesem Gebäude die Nachverdichtung eines bestehenden Einfamilienhausgebietes.   Es wurde keine weitere grüne Wiese verbaut. Die Wege ins Dorf zur nächsten Bushaltestelle, zum M-Preis oder in den Kindergarten sind kurz und können allesamt sehr gut zu Fuß bewältigt werden. Das vermindert den Verkehr im Dorf!

Das Gebäude wurde in ökologischer Holzriegelbauweise errichtet, nur der erdberührte Teil wurde in Betonbauweise errichtet. Bei allen Baumaterialien, ob Dämmstoff oder Wandfarbe wurde auf Ökologie und schadstofffreiheit geachtet. Die Wände sind beispielsweise mit Zellulose und Holzfaserplatten gedämmt. Auch die Innenwände sind nicht herkömmlich mit Mineralwolle ausgefüllt, sondern auch hier wurde Holzweichfaserdämmung eingesetzt.  Der Hauptraum des Gebäudes, der Koch-Wohn-Aufenthaltsbereich wurde mit sägerauher Weisstanne verschalt, die völlig unbehandelt blieb.

Das Gebäude erreicht Passivhausstanddard nach PHPP und wird mittels Kompaktgerät  beheizt und belüftet (Miniwärmepumpe, Medium Luft). Eine fassadenintegrierte Solaranlage (5 m²) unterstützt die Warmwasserbereitung über das Kompaktgerät.

Bauherr/Bauherrin:

Patrik Gredler

Architektur und Fachplaner:

  • Planung der Architektur:DI Christina Krimbacher
  • Entwurfs- und Eingabeplanung:DI Christina Krimbacher
  • Holzbauplanung:Schafferer Holzbau GmbH
  • Bauleitung:Bauherr Patrik Gredler 
  • Polier- und Detailplanung:
  • Planung der Haustechnik:
  • Planung der Bauphysik:
  • Planung der Statik:
  • Passivhaus-Planung:
  • Passivhaus-Consulting:
  • Passivhaus-Zertifizierung:
  • Passivhaus-Qualitätssicherung:

Details zum Projekt:

Baujahr:
Wohnnutzfläche:  102,7 m²
Anzahl Bewohner:
Heizwärmebedarf:13 kWh/m²a
Heizlast nach PHPP: 1,77 kW (16,5 W/m2)
Energieausweis:
Heizsystem: Passivhauskompaktgerät  LWZ 304 SOL + 5 m² Solaranlage 
Wärmeverteilung: 
Komfortlüftung: 
Blower-Door Ergebnis: 0,35
Spatenstich: 
Bauzeit: 
Einzug:
U-Werte:
Wand = 0,10 W//m²a
Dach = 0,08 W/m²a
Boden = 0,11 W/m²a
Fenster = 0,85 W/m²a 

Ökologische Dämmstoffe

  • Außenwände mit  Zellulose gedämmt (erdberührte Aussenwände mit PSN leider)
  • Unter der Bodenplatte 45 cm Schaumglasschotter
  • Innenwände  mit Holzfaserdämmstoff  gedämmt

Nähere Detailinformationen finden Siehier.

Besondere Auszeichnungen:

OIB Richtlinie

Energieausweis: Einteilung A++ bis G
Die Einteilung in die einzelnen Klassen erfolgt, entsprechend
der OIB Richtlinie 6, nach dem Heizwärmebedarf (HWB) pro m² Brutto-Grundfläche
(ehemals Bruttogeschossfläche) beim Referenzklima (Ref). Die gesamte Haustechnik
bleibt bei der Einordnung in die Klassen A++ bis G unberücksichtigt.
 
Für die Klassengrenzen werden folgende Werte festgelegt:

  • Klasse A++: HWBBGF, Ref 10 kWh/m²a
  • Klasse A+: HWBBGF, Ref 15 kWh/m²a
  • Klasse A: HWBBGF, Ref 25 kWh/m²a
  • Klasse B: HWBBGF, Ref 50 kWh/m²a
  • Klasse C: HWBBGF, Ref 100 kWh/m²a

 
Erläuterung OIB Richtlinie:          
8.1.3 Stufen der Effizienzskala für die grafische Darstellung des
jährlichen Heizwärmebedarfs HWBBGF, Ref pro m² konditionierter
Brutto-Grundfläche und bezogen auf das Referenzklima gemäß
OIB-Leitfaden von Wohngebäuden und Nicht-Wohngebäuden.