• Passivhaus in Mutters 1

    Fotos: eli/zweiraum.eu

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Traditionelles neu interpretiert


Objektbeschreibung:

Lärchenschindeln und Eternitplatten verleihen dem Passivhaus in Mutters eine kontrastreiche und interessante Ausstrahlung.
 
Die Firma Holzbau Natur hat einen Wohntraum in absolut perfekter Lage realisiert.
Lediglich siebeneinhalb Monate betrug die Bauzeit.

Dass es ein Holzhaus werden sollte, war für die Bauherren von Anfang an klar. Dass es ein energieeffizientes werden soll, war ebenso klar. „Wir wollten eine zeitgemäße Lösung.“ Heute weist das Passivhaus einen Heizwärmebedarf von 10 kWh/m² a (nach Energieausweis) auf. „Wir brauchen drei Festmeter Holz das ganze Jahr über. Das war’s dann auch mit den Energiekosten“, rechnet der Bauherr vor und ergänzt: „Das Energiekonzept enthält neben Holz (Kachelofenganzhausheizung) und Solar auch eine Photovoltaikanlage. Diese produziert letzten Endes mehr Strom als wir benötigen – die Rechnung geht sich aus.“

Bei Betreten des Hauses fallen sofort raffinierte Elemente auf: Taue beim Stiegenaufgang, Lärchenschindeln im Hausgang und Lehmputz im Wohnzimmer sind absolute Blickfänger. Letzterer sorgt mit einer seiner Haupteigenschaft für angenehme Atmosphäre: er ist klimaregulierend. Das Material nimmt in Vergleich mit anderen Baustoffen bis zu fünf Mal so viel Feuchtigkeit auf und funktioniert somit ähnlich wie eine natürliche Klimaanlage. Außerdem vermittelt er die natürliche Erdfarbe, mit ihr Wärme und Gemütlichkeit und unterstützt zusätzlich die vorhandene Behaglichkeit der Holzbauweise. Lehmputz erlaubt gesundes Leben und ökologisches Wohnen. Ein Stampflehmofen im offenen Wohn-Essbereich spendet zudem behagliche Wärme und liefert außerdem Warmwasser.

Geplant hat das rund 150 Quadratmeter große Haus das teamk2. Die Architekten Martin Gamper und Dietmar Ewerz fassen zusammen: „Endsprechend unserem Wettbewerbskonzept wurde das Haus auf die individuellen Wünsche und Anforderungen der zukünftigen Bewohner abgestimmt. Ökologie und Nachhaltigkeit bekamen einen besonderen Stellenwert – von den verwendeten Baumaterialien bis hin zum Energiekonzept. Die topografische Gegebenheit bietet die Möglichkeit, eine kleine Einliegerwohnung im Kellergeschoss unterzubringen.“ Funktionelle Abläufe im Gebäude wurden endsprechend den Besprechungen bei der Planung berücksichtig und umgesetzt. Es ist die Aufwertung der Lebensbereiche, welche die Typologie des Reihenhauses bestimmt – der Bereich für das Auto ist funktionell jedoch bewusst zweitrangig. Die siedlungstechnisch gute Anbindung an die Stubaitalbahn unterstreicht diesen Aspekt für die Bauherrn.“ Unter der GU-Projektleitung und Kostenkontrolle von Baumeister Lukas Marko sowie der Bauleitung der Holzbau Natur Stöckholzer KG mit dem zertifizierten Passivhausplaner Martin Knapp entstand der innovative Bau.

Bauherr/Bauherrin:

privat

Architektur und Fachplaner:

  • Planung der Architektur:teamk2 (architects)
  • Entwurfs- und Eingabeplanung:
  • Holzbauplanung:Holzbau Natur Stöckholzer KG, Mutters
  • Bauleitung:
  • Polier- und Detailplanung:
  • Planung der Haustechnik:
  • Planung der Bauphysik:
  • Planung der Statik:
  • Passivhaus-Planung:
  • Passivhaus-Consulting:
  • Passivhaus-Zertifizierung:
  • Passivhaus-Qualitätssicherung:

Details zum Projekt:

Baujahr:
Wohnnutzfläche: 
Anzahl Bewohner:
Heizwärmebedarf:10 kWh/m2a nach Energieausweis
Energiebezugsfläche: 305,73 m2,
das gesamte Untergeschoß befindet sich in der warmen Hülle
Dämmung: Wände und Dach = Zellulosedämmung 34 cm
Heizlast nach PHPP:
Energieausweis:
Heizsystem:Holzheizung, Lehmstampfofen,
20 m2 Solaranlage für Warmwasser und
Heizungsunterstützung,
Photovoltaik-Anlagezur Stromerzeugung
Wärmeverteilung:
Komfortlüftung:
Blower-Door Ergebnis:
Spatenstich:
Bauzeit:
Einzug:

Besondere Auszeichnungen:

OIB Richtlinie

Energieausweis: Einteilung A++ bis G
Die Einteilung in die einzelnen Klassen erfolgt, entsprechend
der OIB Richtlinie 6, nach dem Heizwärmebedarf (HWB) pro m² Brutto-Grundfläche
(ehemals Bruttogeschossfläche) beim Referenzklima (Ref). Die gesamte Haustechnik
bleibt bei der Einordnung in die Klassen A++ bis G unberücksichtigt.
 
Für die Klassengrenzen werden folgende Werte festgelegt:

  • Klasse A++: HWBBGF, Ref 10 kWh/m²a
  • Klasse A+: HWBBGF, Ref 15 kWh/m²a
  • Klasse A: HWBBGF, Ref 25 kWh/m²a
  • Klasse B: HWBBGF, Ref 50 kWh/m²a
  • Klasse C: HWBBGF, Ref 100 kWh/m²a

 
Erläuterung OIB Richtlinie:          
8.1.3 Stufen der Effizienzskala für die grafische Darstellung des
jährlichen Heizwärmebedarfs HWBBGF, Ref pro m² konditionierter
Brutto-Grundfläche und bezogen auf das Referenzklima gemäß
OIB-Leitfaden von Wohngebäuden und Nicht-Wohngebäuden.